„Good-Banks“ statt Staatsverschuldung für die Rettung irrwitziger „Finanzprodukte“

Wie Island die Finanzkrise NACHHALTIG gelöst hat

Dieser Beitrag wurde aus dem Zukunftswerkstatts-Wiki übernommen ( menschen-gerechte-gesellschaft.de/wiki )

Island war stark in die Finanzkrise 2008 involviert. Sie haben aber einen eigenen Weg zur Lösung eingeschlagen. Europa und USA haben Risikoanlagen der Privatbanken in „Bad-Banks“ überführt und damit die irrwitzigen Renditen aus nicht nachhaltigen Anlagen faktisch in Staatsschulden übersetzt.

Island hat stattdessen die nachhaltigen Anlagen in „Good-Banks“ überführt und den Rest der Bank einem Konkursverfahren überlassen. In Island wurden bankrotte Banken nicht gerettet, sondern dem „Markt“ überlassen, es wurden Kleinsparer geschützt, soziale Folgen abgefangen. genaues Vorgehen(external link)

Islands Präsident über das isländische Modell:

Olafur Ragnar Grimsson Iceland president ‚Let banks go bankrupt‘

Einigle Aussagen in Schriftform in Telepolis(external link)

Das Vorgehen wurde inzwischen vom Europäischen Gerichtshof als rechtskonform bestätigt(external link).

Das Land steht 4 Jahre danach wesentlich besser da, als die EU-Staaten, die mit staatlichen Geldern die Finanzwirtschaft (ohne Gegenleistung) gerettet hat. Die Wirtschaft wächst und gesundet, Islands Kreditwürdigkeit hat nicht gelitten sondern profitiert(external link).
Der Verlauf der Finanzkrise in Island auf Wikipedia(external link).

Interview, „How Iceland defeated the Anglo-American Bankster Mafia“:


Der Präsident von Island, Ólafur Ragnar Grímursson, sagte in diesem Interview zu seiner Lösung der Finanzkrise:
„Ich entschloss, dem entschiedenen nationalen Forderungen folgend, dies einem Referendum zu überlassen, den demokratischen Willen der Menschen über den finanziellen Interessen des Marktes stehen zu lassen. Und als ich diese Entscheidung getroffen hatte, Anfang 2010, war das nicht nur in meinem Parlament erfolgreich, auch die Regierung entschied sich dafür. Aber jede Regierung in Europa hat mir gesagt, das ist falsch! (Sie sagten,) Dass der Finanzmarkt in Konfrontation mit dem demokratischen Willen der Menschen höher zu stehen hat.“ (Abspielzeit 11:00)

Diese Aussage bestätigt, dass das Finanzsystem die Politik und unser Leben dominant bestimmt. Solange Staaten von übergeordneten finanzielle Strukturen abhängig sind, kann es keine echte Demokratie geben. Daher ist es auch elementar wichtig, hier Änderungen vorzunehmen.

Wir befinden uns weder in einer unlösbaren Situation, noch ist das Handeln alternativlos. Island zeigt, dass es andere Wege gibt und sie erfolgreich gegangen werden können.Auch dieses Beispiel zeigt: Weder ist die Situation unlösbar, noch das Handeln alternativlos.

 

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About CU_Mayer

Über den Autor Nach Beginn im kaufmännischen Zweig studierte Dipl.-Ing. (FH) Christoph Ulrich Mayer, geboren 1968 in Krumbach (Schwaben), Nachrichtentechnik. Er arbeitete mehrere Jahre als Ingenieur und Projektleiter, bevor er sich 2001 mit Ingenieur-Dienstleistung, Unternehmensberatung & Coaching selbständig machte. Seit ca. 15 Jahren arbeitet er als Systemischer Coach. In dieser Zeit lernte er die unterschiedlichsten Denkweisen und Wertesysteme, auch anderer Kulturen, kennen und entwickelte somit einen Weitblick für gesellschaftliche Zusammenhänge. Durch die Beratungsarbeit in Unternehmen kennt er zudem viele Hintergründe, die die Wirtschaftsprozesse besser verstehbar machen. In jahrelanger intensiver Arbeit verfasste er das Buch "Goodbye Wahnsinn - vom Kapitulismus und Kommunismus zum menschenGerechten Wirtschaftssystem". Auf unorthodoxe Weise setzt er sich mit Lehren von Adam Smith bis Karl Marx und mit Sichtweisen von Norbert Blüm bis Sarah Wagenknecht auseinander. Sein Anliegen ist, mit seinen Erkenntnissen und Lösungen zu zeigen, dass wir eine bessere - eine nachhaltigere - Zukunft wählen können.

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