Autobahnmaut und Bundesautobahngesellschaft

Dobrinth will den Weg für private Gewinne aus Infrastruktur ebnen

Ganz im Sinne von „Investoren“ wie dem Black-Rock-Fond, von dem sich die Bundesregierung beraten lässt, will Verkehrsminister Dobrinth laut Focus jetzt eine „Bundesautobahngesellschaft“ gründen und den Ländern ihre Kompetenzen im Straßenbau entziehen. Er begründet das damit, dass deren Genehmigungsverfahren zu langsam wären. Tatsächlich dürfte es dabei aber eher darum gehen, jeglichen Widerspruch bei den Privaten Investitionen und Gewinnabschöpfungen aus dem deutschen Staßennetz gehen.

Autobahnmaut und Bundesautobahngesellschaft

Autobahnen – Bild: Wegen @ Wiki Commons

Die Gesellschaft soll „keine privaten Anteilseigner“ haben, jedoch wird sie die Investitionen zentral lenken und vergeben. Kommt die Maut, dann ist damit endlich Tür und Tor offen für die sicheren und hohen Gewinne, die Black-Rock in Australien, USA und anderswo durch den Erwerb und Betrieb von Infrastruktur (technischen Monopolen) erzielt.

Über die Tücken dieser Finanzierung und des deutschen Mautsystems wurde bereits hier berichtet.

 

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About CU_Mayer

Über den Autor Nach Beginn im kaufmännischen Zweig studierte Dipl.-Ing. (FH) Christoph Ulrich Mayer, geboren 1968 in Krumbach (Schwaben), Nachrichtentechnik. Er arbeitete mehrere Jahre als Ingenieur und Projektleiter, bevor er sich 2001 mit Ingenieur-Dienstleistung, Unternehmensberatung & Coaching selbständig machte. Seit ca. 15 Jahren arbeitet er als Systemischer Coach. In dieser Zeit lernte er die unterschiedlichsten Denkweisen und Wertesysteme, auch anderer Kulturen, kennen und entwickelte somit einen Weitblick für gesellschaftliche Zusammenhänge. Durch die Beratungsarbeit in Unternehmen kennt er zudem viele Hintergründe, die die Wirtschaftsprozesse besser verstehbar machen. In jahrelanger intensiver Arbeit verfasste er das Buch "Goodbye Wahnsinn - vom Kapitulismus und Kommunismus zum menschenGerechten Wirtschaftssystem". Auf unorthodoxe Weise setzt er sich mit Lehren von Adam Smith bis Karl Marx und mit Sichtweisen von Norbert Blüm bis Sarah Wagenknecht auseinander. Sein Anliegen ist, mit seinen Erkenntnissen und Lösungen zu zeigen, dass wir eine bessere - eine nachhaltigere - Zukunft wählen können.

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