Matrix - Quelle: plasticrevolver@WikiCommons

Datenrisiken gehen auch Sie an – Teil 2 Potentiell jeder Internet-Nutzer kompromittiert

„Wer nicht mit hinreichender Sicherheit überschauen kann, welche ihn betreffende Informationen in bestimmten Bereichen seiner sozialen Umwelt bekannt sind, und wer das Wissen möglicher Kommunikationspartner nicht einigermaßen abzuschätzen vermag, kann in seiner Freiheit wesentlich gehemmt werden, aus eigener Selbstbestimmung zu planen oder zu entscheiden. Mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wären eine Gesellschaftsordnung und eine diese ermöglichende Rechtsordnung nicht vereinbar, in der Bürger nicht mehr wissen können, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß.“ Das Bundesverfassungsgericht, Urteil bzgl. Volkszählung[i], 1987 weiterlesen

Matrix - Quelle: plasticrevolver@WikiCommons

Potentiell jeder Internet-Nuzter komprommitiert – draunter auch Spitzenpolitiker

Diese Recherche des NDR ist in den Leitmedien etwas untergegangen, doch das Thema ist extrem wichtig und betrifft sowohl jeden von uns als auch die politische Ebene. Die Journalisten gaben sich als Firma aus und kauften, angeblich anonymisierte und für gezielte Werbung gedachte Zwecke, Daten. Tatsächlich kann man aber aus den Daten die Identität der Personen erkennen, ebenso wie intimste Details des Surfverhaltens.

Ich habe 2014 angefangen an einem Artikel zu schreiben, der auf die politischen und persönlichen Gefahren der Datensammler NSA, Google & Co. Diesen aufwändig recherchierten Artikel habe ich auch der Presse angeboten, nun aber doch über den Blog der Zweiteiler.

Angesichts der Faktenlage erscheint es als sehr unwahrscheinlich, dass nicht bereits heute Daten missbraucht werden, um Entscheidungen zu beeinflussen. Denn sensible Daten stehen inzwischen nicht nur von NSA & Co. zur Verfügung sondern auch prinzipiell jeder Firma, die „Big Data“ kauft. Mehr dazu unten.

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Donald Trump Präsidentschaftswahl 2016

Ein Paukenschlag – Donald Trump wird Präsident der USA

Vorab: Unglaubliche Aussagen zu Trump

Passend zur Wahl von Donald Trump:

Es gibt Aussagen, die ich nie veröffentlichen würde, wenn sie nicht direkt und unmissverständlich nachprüfbar wären. Die folgenden Aussagen machten mich sprachlos, man ahnte ja schon einiges, aber dass so etwas öffentlich gesagt wird, schlägt schon dem Fass den Boden aus.

Nummer eins – Republikanischer Sprecher sagt auf Fox News: Trump ist einziger Politiker, der nicht Teil einer Geheimgesellschaft ist

Newt Gingrich war ehemals Sprecher der Republikaner im Representantenhaus. Auf Fox News wurde er gefragt, warum Trump die anderen Politiker so nervös macht. Er sagte darauf, er sei nicht Teil einer Geheimgesellschaft wie die anderen Politiker (wie Clinton) und habe nicht die Intitiationsriten durchlaufen. Hier selbst ansehen oder nachlesen:
https://youtu.be/dO-NA73FsW8 weiterlesen

Wahlen in den USA – Trump gegen Clinton, eine übergeordnete Betrachtung

Die Wahlen in den USA stehen kurz bevor. Die Bevölkerung will am Liebsten keinen der Kandidaten. Sind es irrationale Gefühle, dass keiner der beiden Parteien die Interessen des Volkes vertreten? Keinesfalls. Wie bereits berichtet ist statistisch bewiesen, dass die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung keinen nachweisbaren Einfluss auf politische Entscheidungen in den Vereinigten Staaten hat. Doch das faktische Zwei-Parteien-System lässt keine andere Wahl als realistisch erscheinen, es wird wohl Hillary Clinton oder Donald Trump. Diese beiden Fakten sind allein schon eine Katastrophe für das mächtigste Land der Welt. weiterlesen

Mangel im Wirtschaftssystem

Determinismus – die folgenreichste geistige Krankheit der letzten Jahrhunderte

Der Titel mag provokant klingen aber jede Regel und jedes Problem der Gesellschaft wird von Menschen geschaffen und kann von Menschen gelöst werden. Alles was in unserer Gesellschaft falsch läuft, fängt bei geistigen Fehlhaltungen an und findet über Entscheidungen Eingang in unsere alltägliche Realität.

Determinisus ist der Glaube, dass alles bestimmt ist. Es ist die Nichtanerkennung der Realität, dass vieles verändert und geschaffen wird. Es ist der Glaube daran, dass der Mensch durch Gene bestimmt ist, sowie sein Charakter, sein Willen, seine Intelligenz und all seine Fähigkeiten von angeborenen Talenten abhängen. Und damit Ursprung von Rassismus, elitärem Denken und damit der Unterdrückung von Menschen aus sozial „niedriger“ Herkunft oder anderen Hautfarben, Selektion statt Ausbildung in Schulsystemen usw. weiterlesen

Dollar Schuldgeld

Bargeldverbot soll gesellschaftsfähig werden

Wer denkt, das Thema Bargeldverbot sei vom Tisch, irrt sich gewaltig. Hinter den Kulissen wird fleißig daran weitergearbeitet, die Akzeptanz für die finanzielle Entmündigung der Bürger voranzutreiben und eine totale Überwachungsmöglichkeit in jeden Bereich des Lebens zu bringen.

  • Die Bundesregierung plant eine Obergrenze für Bargeldzahlungen [Telepolis]
  • US-Ökonom Kenneth Rogoff und IWF wollen durch Bargeldabschaffung Negativzinsen einführen und Zugriff auf die Entwertung von Geldvermögen bekommen [Heise.de]
  • Rogoff schreibt ein Lobbybuch zur Bargeldabschaffung, in dem er behauptet, Bargeld würde im Wesentlichen nur noch für kriminelle Geschäfte genutzt [Technology Review]. Die Panama Papers haben ja gezeigt, wie wichtig Bargeld für die großen Geldbetrügereien ist… Ein schlechter Witz, diese Argumentation.
  • Die Zentralbank zieht 500€-Scheine aus dem Verkehr [Link]
  • am 3.9. im Artikel der Süddeutschen Zeitung „Finger weg – Deutsche Aktivisten wehren sich dagegen, das Bargeld abzuschaffen“ sagt Max Otte, Professor für BWL an der Hochschule Worms, der vor 10 Jahren die Finanzkrise voraussagte und sich seitdem mit alternativen Finanzthemen beschäftigt: Nach seiner Einschätzung ist das Bargeldverbot bereits zur Hälfte umgesetzt.

Daher wirken Sie mit:

Die Gefahren der Bargeldabschaffung wurden bereits im Artikel hier aufgezeigt – mit zahlreichen Updates mit Informationen aus vielen seriösen Quellen.

Durch das Bargeldverbot wären die ganz Großen außen vor, Zugriff bekäme Staat und Finanzwelt aber auf den ganz normalen Bürger. Viel ehrlicher wäre es, die Kapitalströme von und zu Steueroasen stark zu reglementieren oder den Europäischen Banken Transfers mit Standorten und Banken zu verbieten, die sich nicht an Spielregeln der Besteuerung und Transparanz halten.

Betriebswirtschaft

Scheuklappen-Betriebswirtschaft darf nicht die Gesellschaft bestimmen – wie schaffen wir den Übergang zu einem nachhaltigen Wirtschaften?

In einem hervorragenden Artikel beschreibt Daniel Deimling (Hochschule Heilbronn) die Unterschiede zwischen betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Zielen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht, für die es Sinn macht „Ressourcen auszubeuten, durch den Produktionsprozess Naturkapital irreversibel zu zerstören, die Lebensdauer von Produkten künstlich zu verkürzen (geplante Obsoleszenz), wissentlich Produkte zu verkaufen, die gesundheitliche Risiken bergen oder keinerlei Nutzen haben.“ Jedoch „die volkswirtschaftliche Dimension betrifft die Frage, ob ein Gut die Lebensqualität und den Wohlstand einer Gesellschaft steigert oder verringert.“ [Makroskop]. Diese Zieldifferenz betrifft auch viele wirtschaftliche Größen wie Lohnhöhe oder Schulden. Jeder möchte Überschüsse erzielen, aber das geht mathematisch nicht, weil jeder Überschuss gleichzeitig das Defizit eines anderen Marktteilnehmers ist usw.

Das Dielemma ist nun, dass die Vereinigung der Zielsetzung bisher durch die Gesetzgebung stattfand und die Bemühungen, dies zu unterbinden, immer stärker wird. Das gipfelt in den Freihandelsverträgen, wo jeder Gesetzgeber mit Milliardenklagen über entgangene Gewinnchancen rechnen muss, wenn er durch ein Gesetz eine gesamtwirtschaftliche oder gesamtgesellschaftliche Regel aufstellt, die die Gewinnmaximierung behindern könnte. weiterlesen

Demonstration gegen CETA und TTIP in München

Demonstrationen gegen CETA/ TTIP – ein großer Erfolg, gehen wir weiter!

Gestern fanden in 7 Städten in Deutschland Demonstrationen gegen CETA und TTIP statt. Insgesamt nahmen trotz schlechtem Wetter 320.000 Menschen teil. Ich habe in München teilgenommen. Dort war eine Vielfalt von Menschen aus jeder Bevölkerungsschicht, alles verlief gut. Bei so vielen Menschen müsste man eigentlich damit rechnen, dass Einzelne auf Radau aus sind und Grenzen überschreiten. Dass davon nirgendwo etwas zu sehen war spricht dafür, dass hier nicht irgendwelche Chaoten demonstrieren sondern ganz normale Bürger, die für eine bessere Zukunft auf die Straßen gehen.

Eine absolute Frechheit war die Berichterstattung in den Tagesthemen, in der die TTIP-Gegnerschaft auf angeblich geschicktes Marketing zurückgeführt wurde und die Befürworter angeblich zu wenig Werbung für ihr Anliegen gemacht haben. Auf der einen Seite wurden Interviewausschnitte mit Demonstranten gezeigt, die kein einziges der wichtigen Argumente enthielten und auf der anderen Seite wurde ein Interview mit dem Geschäftsführer der „Neuen Sozialen Marktwirtschaft“ (die mit sozialer Marktwirtschaft rein gar nichts zu tun haben, siehe Lobbypedia) geführt, in dem er die „Wirtschaftsnahen Verbände“ als Opfer darstellte. Nicht wenige in den neuen Bundesländern fühlen sich angesichts der durchgehend einseitigen Berichterstattung mit pseudoneutralem Anstrich an die DDR Staatsmedien erinnert.

Zwei Dinge müssen dazu noch gesagt werden: Es gibt kein tragfähiges Argument für CETA/TTIP und es reicht nicht, gegen sie zu kämpfen, wir sollten uns für das Gegenteil einsetzen: eine werteorientierte Wirtschaft. weiterlesen

Armut

Was ist unser Anteil an Terror und Amokläufen?

Vor wenigen Wochen fand eine so nie dagewesene Serie von Anschlägen statt. Am Sonntag gab es einen neuen Bombenanschlag eines offensichtlich fundamentalistisch islamistisch motivierten Einzeltäters in Ansbach. Am Dienstag haben Islamisten in Saint-Etienne-du-Rouvray einem Priester, der stets Kontakt mit islamischen Gemeinden und ganz sicher kein Islam-Hasser war, die Kehle durchgeschnitten.  Am Freitag lief in München ein Deutsch-Iraner ohne islamistischen und ohne Flucht-Hintergrund Amok und erschoss 9 Menschen, anschließend sich selbst. Die Polizei leistete ausgezeichnete Arbeit und tat genau das, was getan werden musste.  Bei Würzburg ging ein angeblich 17jähriger mit der Axt auf arglose Passagiere los. Wir fühlen mit den Angehörigen der Opfer. Und wir fragen uns, was mit dieser Welt los ist. weiterlesen

Quelle: WikiCommons, User Floréalréal

Verursacht „Geld drucken“ der Notenbanken Deflation statt Inflation?

All die Prognosen, die „Gelddruckorgie“ der Notenbanken in Japan, USA und Europa würden in eine Inflation, ja sogar Hyperinflation führen, sind spätestens durch die letzten 8 Jahre widerlegt worden. Die Zentralbanken brachten in dieser Zeit eine Summe von 8 Billionen Dollar in Umlauf und trotzdem kämpft beispielsweise Europa, nicht in eine Deflationsspirale zu stürzen. Die Inflation liegt mit -0,4% bis +0,1% weit unter dem anvisierten Inflationsziel von 1 bis 2%. (Die Zusammenhänge und Irrtümer wurden bereits im Artikel Inflation – Offenbarungseid der Wirtschaftstheorie und der Zentralbanken aufgearbeitet.)

Quelle: WikiCommons MartinD

Quelle: WikiCommons MartinD

Das ist durchaus logisch, denn die Zentralbank bringt nur billige Kredite an Privatbanken in Umlauf, sie darf keinerlei Geld oder Kredite an Staaten, Unternehmen oder Privatpersonen geben. Und bei den Banken fließt diese Geld größtenteils in Spekulationsobjekte und Geldanlagen. Es ist kein Wunder, dass die Aktienkurse [Jim Rogers] und Immobilenpreise explodieren und dass Abermilliarden für Fusionen von Unternehmen aufgewendet werden (siehe beispielsweise Übernahmeangebot von Bayer an Monsanto über 62 Mrd. Dollar [Berechnungen dazu] oder die Übernahme von Kuka durch den chinesischen Konzern Midea). Die Unternehmen, die mit Geld Wertschöpfung betreiben würden, sind aber kein Stück kreditwürdiger geworden und auch Privatpersonen wollen und können sich in einem Umfeld mit hohen Ausgaben und Risiken nicht verschulden. So führt das „billige Geld“ nicht zu mehr Konsum, also nicht zu mehr Unternehmenseinnahmen, höheren Löhnen und hoher Nachfrage, also auch nicht zu höheren Preisen oder Inflation.

Der Finanzprofi David Stockmann, zwischen 1981 und 1985 Kabinettsmitglied unter dem damaligen Präsidenten Ronald Reagan, geht aber noch einen Schritt weiter. Aus seiner Sicht ist die Niedrigzinspolitik der Banken sogar an der Deflation schuld: weiterlesen